Es stickt eine böse Fee
an einem langen Hemde,
wirkt ein ihr Ach und Jeh!
Gebt acht ihr Narrenhände,
das ihr nicht beschmiert
Tisch und Wände.
Sonst kommt die böse Fee vorbei,
oh weh, zerrt es über euren Kopf,
das lange, lange Hemde.

Wer es trägt am Leib,
oh weh und ach,
ist ein armer Tropf,
dem werden lahm Arm, Bein und Hände.
Auch ist er bald allein,
denn keiner will ihm Freund noch sein.

Drum streiche schnell mit Farbe,
was du verschmieret hast.
Nimm auch den Lappen blau,
putz nicht zu lau;
denn es kommt ein kluger Rabe,
der kontrollieret das.
Vielleicht erzählt er dir ein Märchen
vom kleinen Klärchen
und ihr farbverschmiertes Härchen.
Und behände, wer hätte es gedacht,
ist reine gemacht, was du verschmieret hast.
Kri, kra krax.

Jetzt hat die böse Fee die Hatz.
Sie rennt was sie nur rennen kann
hinterher dem Hemde,
in das sie stickte ein:
„Nur Narren sind so dumm,
schmieren zu Tisch und Wände.

Eins - zwei - drei, zeig her deine Hände.
Vier - fünf - sechs, mach keinen Klecks.
Sieben - acht - neun, du kannst dich freuen.
Zehn, du kannst sehen, wie die böse Fee
nimmt ihr langes Hemde,
wirft es sich über Kopf und Hände.
Elf - zwölf - dreizehn, ihr eigener Schrei zerreißt sie.

UTE  KUGEL - ERBE
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