Nacht vertreibt weitschwingend
des Tages zusammengeflossene Schwüle.
Verdrängt, rettet sie sich
in der Blüten aufgeschlagene Fächer,
schattige Zwischenräume farbvertiefend.
Mitschwingend,
im süßen Duft sich verschwendend,
webt sie durch der Dunkelheit Hauch.
Still versinkend im Kristall des Taus,
der da rinnt in Bögen,
sich der Erde Trockenheit ergebend.
Schleier heben sich auf.
Sternenlicht zerfällt in Staub,
legt sich auf des Falters Flügel,
goldgefleckt schlägt er sie auf.

Veröffentlicht im "Jahrbuch für das neue Gedicht 2004"
FRANKFURTER BIBLIOTHEK; BRENTANO-GESELLSCHJAFT FRANKFURT / M: MBH
Mit der Nutzung der Webseite stimmen Sie der Speicherung von Cookies zu. Dies erlaubt u.a. ein pseudonymisiertes Tracking Ihres Aufenthaltes auf unserer Webseite. Mehr dazu erfahren Sie unter Impressum & Datenschutz.